KI-Zeitalter: Die Gefahr der „freiwilligen Domestizierung“ und die Krise der Lesekompetenz bei Jugendlichen
Prof. Dr. Chun-Sik Kim, Vorsitzender des ADeKo-Komitees für Geistes- und Bildungswissenschaften / Dongshin University
Mit der rasanten Verbreitung von Künstlicher Intelligenz (KI) verändern sich Lern- und Bildungsprozesse grundlegend. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass eine zunehmende Abhängigkeit von KI-gestützten Tools die eigenständige Denk- und Lesekompetenz junger Menschen schwächen könnte.
In seinem Gastbeitrag beschreibt Prof. Dr. Chun-Sik Kim dieses Phänomen als „freiwillige Domestizierung“ (Self-domestication). Damit ist gemeint, dass Menschen durch übermäßige Abhängigkeit von komfortabler Technologie ihre eigenen kognitiven Fähigkeiten – insbesondere kritisches Denken und eigenständige Problemlösung – zunehmend vernachlässigen.
Der Einsatz von KI-Tools im Lernprozess ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, schnell Antworten zu erhalten. Gleichzeitig besteht jedoch die Gefahr, dass der Prozess des selbstständigen Denkens und Verstehens verkürzt wird.
Gerade im Zeitalter der KI gewinnen daher grundlegende Kompetenzen wie Lesen, Schreiben und kritisches Denken weiter an Bedeutung. Die menschliche Intelligenz entwickelt sich durch aktive Auseinandersetzung, Reflexion und Kommunikation – Prozesse, die durch Technologie nicht vollständig ersetzt werden können.
Prof. Kim betont daher, dass Bildungssysteme einen ausgewogenen Ansatz verfolgen müssen: Neben digitalen Kompetenzen sollten auch grundlegende literarische und kognitive Fähigkeiten konsequent gefördert werden.
Die Zukunft der Bildung liegt nicht allein in der Nutzung neuer Technologien, sondern in der Fähigkeit des Menschen, kreativ zu denken, kritisch zu reflektieren und eigenständig Wissen zu entwickeln.
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KI-Zeitalter: Die Gefahr der „freiwilligen Domestizierung“ und die Krise der Lesekompetenz bei Jugendlichen
Prof. Dr. Chun-Sik Kim, Vorsitzender des ADeKo-Komitees für Geistes- und Bildungswissenschaften / Dongshin University
Mit der rasanten Verbreitung von Künstlicher Intelligenz (KI) verändern sich Lern- und Bildungsprozesse grundlegend. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass eine zunehmende Abhängigkeit von KI-gestützten Tools die eigenständige Denk- und Lesekompetenz junger Menschen schwächen könnte.
In seinem Gastbeitrag beschreibt Prof. Dr. Chun-Sik Kim dieses Phänomen als „freiwillige Domestizierung“ (Self-domestication). Damit ist gemeint, dass Menschen durch übermäßige Abhängigkeit von komfortabler Technologie ihre eigenen kognitiven Fähigkeiten – insbesondere kritisches Denken und eigenständige Problemlösung – zunehmend vernachlässigen.
Der Einsatz von KI-Tools im Lernprozess ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, schnell Antworten zu erhalten. Gleichzeitig besteht jedoch die Gefahr, dass der Prozess des selbstständigen Denkens und Verstehens verkürzt wird.
Gerade im Zeitalter der KI gewinnen daher grundlegende Kompetenzen wie Lesen, Schreiben und kritisches Denken weiter an Bedeutung. Die menschliche Intelligenz entwickelt sich durch aktive Auseinandersetzung, Reflexion und Kommunikation – Prozesse, die durch Technologie nicht vollständig ersetzt werden können.
Prof. Kim betont daher, dass Bildungssysteme einen ausgewogenen Ansatz verfolgen müssen: Neben digitalen Kompetenzen sollten auch grundlegende literarische und kognitive Fähigkeiten konsequent gefördert werden.
Die Zukunft der Bildung liegt nicht allein in der Nutzung neuer Technologien, sondern in der Fähigkeit des Menschen, kreativ zu denken, kritisch zu reflektieren und eigenständig Wissen zu entwickeln.
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